So ging es also am Freitagabend, 17.07.2009,  mit 18 Personen nach Litauen zu einem gemeinsamen Jugendcamp mit zwölf Jugendlichen aus dem Partnerverband LSB Ukmergé los. Wir waren mit dem Jugendbus, zwei weiteren Fahrzeugen des ASB, einem Hundeanhänger und dem Anhänger der ASJ, der mit Outdoorspielen beladen ist, unterwegs. Im Gepäck hatten wir ein Ferienprogramm, dass keine Langeweile aufkommen lassen sollte.

Auf dem Programm standen Fußballspielen, Schnitzeljagd im Gelände und Stadtbesichtigungen. Natürlich nutzte man die Zeit auch für regelmäßige Erste Hilfe-Einheiten, die von eigenen Ausbildern der ASJ-Offenbach gehalten wurden, und wiederholte gemeinsam die erlernten Handgriffe vom Anlegen eines Druckverbands bis hin zur Herz-Druck-Massage. Über die Sprachprobleme half Dalia Kacergiene, die litauische Betreuerin, hinweg. Für die sportlichen Aktivitäten stand der Betreuer Raimunda Plukas tatkräftig zur Seite.

Ein erster Höhepunkt erwartete unsere Gruppe am dritten Tag. Gemeinsam machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg zu einem Kletterpark. „Der Parcours in zehn Metern Höhe flößte allen gehörigen Respekt ein.“, erzählte die 16-jährige Nathalie Roskaritz. „Uns wurden die Klettergurte angepasst und dann erhielten wir eine Sicherheitseinweisung. Einige verloren in luftiger Höhe den Mut. Aber die litauischen Jugendlichen feuerten uns an, und so schafften es auch die Letzten, den Parcours zu überwinden.“

Nach Abschluss der zwei Wochen waren aus Fremden Freunde geworden. „Eines nehme ich mit nach Deutschland: Wir haben bei diesem Jugendcamp gelernt, wie man Grenzen überwindet – ob Sprachgrenzen oder unsere eigenen, persönlichen. Jeder hat gelernt über den eigenen Schatten zu springen“, fasst der 24-jährige Benjamin Spengler, Betreuer, zusammen. „Die Erfahrungen, die wir als eine Gruppe gemeinsam gemacht hatten, werden wir sicher nicht so schnell vergessen. Nächstes Jahr müssen die Litauer zu uns kommen.“, schlossen sich Jochen Müller und Anja Nägele dieser Aussage an. "Die Nachwuchsförderung ist nicht nur bei uns, sondern auch für den litauischen Verband besonders wichtig, denn die Jugend von heute wird in Zukunft wichtige Aufgaben im Verband zu übernehmen haben."

„Wir waren uns alle einig: dieses Jugendcamp war ein einzigartiges Erlebnis“, fasst die gesamte Gruppe die zwei Wochen in Litauen zusammen.

 

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