Vom 05.07.2010 bis zum 18.07.2010 fand das zweite Internationale Jugendcamp, diesmal in Deutschland statt. Wieder haben sich deutsche und litauische Jugendliche getroffen, um die Zusammenarbeit der beiden Organisationen zu festigen und auszubauen. Da diesmal bereits Kontakte aus dem Vorjahr bestanden, war die Angst und Aufregung nicht ganz so groß, wie im letzten Jahr. Viele der Jugendlichen hatten nachdem Camp im letzten Jahr weiterhin Kontakt über E-Mails und Netzwerke wie Facebook gehalten.

Der erste Tag begann diesmal mit der kurzen Anreise von Offenbach nach Petterweil in der Wetterau. Doch vor Ort, an der Herberge, die wir die nächsten 14 Tage unser zu Hause nennen wollten, war eine Schlammlawine abgegangen. Also hieß es erst mal, putzen und aufräumen, um unseren Gästen einen schönen Urlaub zu ermöglichen. Viele Stunden verbrachten wir damit, die Unterkunft zu putzen, den Hof zu reinigen, die Hüpfburg aufzubauen, einen Pool zu errichten und, das war wohl das größte Projekt, ein Dreibein-Stativ zum Kistenklettern zu bauen. Alle hatten alle Hände voll zu tun und viele am Abend ziemlich müde in ihre Betten.

Am nächsten Morgen begannen alle wieder mit den zugeteilten Aufgaben, denn um 16:30 Uhr sollten unsere litauischen Freunde im Lager ankommen. Als sich die Fahrer auf den Weg zum Flughafen machten, war alles erledigt und die Unterkunft strahlte in noch nie da gewesenem Glanz. Es war ein großes „Hallo“ als die Busse endlich ankamen und wir uns alle nach einem Jahr wieder sahen. Nachdem wir uns alle begrüßt hatten, wurden die Zimmer verteilt, danach gab es auch gleich das erste gemeinsame Abendessen. Wir hatten viel vor, um unseren Gästen unser Land, unsere Leute, unsere Mentalität und auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu zeigen. Wir unternahmen drei größere Ausflüge.

Der erste führte uns von Petterweil nach Offenbach. Dort besuchten wir den Kletterpark, die Rettungswache des ASB und präsentierten natürlich Stolz unseren Jugendraum. Es war auch genügend Zeit um den litauischen Jugendlichen und den zwei Betreuern einen Rettungswagen zu zeigen, sowie ihnen die Aufgabengebiete des ASB in Deutschland, speziell in Mittelhessen zu erläutern.

Der zweite Ausflug ging erst zum Frankfurter Flughafen. Hier erwartete uns die FRAPORT AG zu einer 2 Stündigen Rundfahrt auf dem Rollfeld mit Besichtigung einer Feuerwache. Wir hörten viel über Flugzeuge und den Flughafen und sahen die großen Flugzeuge aus der Nähe. Nach der Rundfahrt konnten wir noch die Besucherterrasse besuchen. Nach kurzem Aufenthalt ging es dann in die Frankfurter City, hier bestand nicht nur die Möglichkeit, das mitgebrachte Taschengeld in Waren jeder Art umzutauschen, sondern sich auch von den deutschen Jugendlichen die Stadt zeigen zu lassen. So machten sich zahlreich gemischte kleine Gruppen auf den Weg durch Frankfurt.

Der dritte und wohl beeindruckenste Ausflug ging in den Europapark nach Rust. Hier verbrachten alle den ganzen Tag damit, sämtliche Fahrgeschäfte auszuprobieren. Am Ende des Tages waren alle von den atemberaubenden Attraktionen gezeichnet. Die anderen Tage, an denen keine Ausflüge stattfanden, verbrachten wir zum einen damit, den litauischen Jugendlichen, die im letzten Jahr gelernten Erste Hilfe aufzufrischen. Natürlich gab es auch eine Menge Freizeit in denen die Outdoor-Spiele genutzt werden konnten. Neben den Trampolinen und der Hüpfburg, kam auf Grund des doch sehr guten und warmen Wetters der Pool an. Außerdem fand das große 4-Gewinnt- Spiel, aber auch das Back Gammon diesmal großen Anklang.

Ein weiteres Highlight war der Besuch der vielen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden. Alle wollten sich ein Bild unseres Campes machen, um den Spaß, die Freude und die tolle Gemeinschaft Hautnah zu erleben. Einige Besucher hatten die Möglichkeit, einige Worte an uns zu richten, unter anderem der Landrat der Wetterau, die Gemeindevorstandsvorsitzende aus Karben und natürlich unser Verantwortlicher der Litauen Hilfe Fritz Amann. Viele Vertreter hatten Geschenke mitgebracht um die Arbeit weiterhin zu unterstützen.

Schlussendlich bleibt wieder zu sagen, dass das Camp wieder ein voller Erfolg war. Alle hatten viel Spaß und natürlich nehmen wir wieder alle Erfahrungen und Eindrücke mit, die wir unser Leben lang nicht mehr vergessen werden.

 

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