Landesjugendwettbewerb 26.06.2009 - 28.06.2009

Dieses Jahr fand der Landesjugendwettbewerb, dieses Jahr auch gleichzeitig Qualifikationswettbewerb für den Bundesjugendwettbewerb, in Herbstein im Vogelsberg statt. Dort waren wir auf einem sehr großen Gelände nahe der Vulkantherme in Holzhütten untergebracht. Nach der Anreise am Freitag ging es Samstag morgens los mit Erste-Hilfe-Theorie Jugend und Erste-Hilfe und Geschicklichkeit Praxis für die Schüler, später wurde dann getauscht. Am Nachmittag fand dann die Stadtralley in Herbstein statt. Nach dem Abendessen fanden sich dann alle zum Kulturteil im Haupthaus zusammen.

Von insgesamt 6 Jugendgruppen und 7 Schülergruppen, die dieses Jahr starteten, erlangte Offenbach in der Kategorie Schüler den 1. Platz & 3. Platz. Die Schülergruppe gewann mit über 100 Punkten Vorsprung zu allen anderen. In der Kategorie Jugend gewann ebenfalls die Jugendgruppe aus Offenbach den 1. Platz & 4. Platz. Die Einzelwertungen 1. - 3. Platz der Schüler ging komplett nach Offenbach an 1. Melanie Schmider, 2. Annalena Müller, 3. Saskia Heublein - Herzlichen Glückwunsch! In der Jugend ging der 1. Platz an Anja Nägele und der 3. Platz an Michaela Stöckel. Somit qualifizierte sich die ASJ-Offenbach mit der Schüler- und Jugendgrupe für den Bundesjugendwettbewerb 2010 in Sachsen.

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Auch dieses Jahr fand an den Tagen vom 26.06 bis zum 28.06. der Landesjugendwettbewerb statt. Wie immer waren alle voller Vorfreude und gespannt, was wohl dieses Jahr auf uns zukommen würde und so fuhren wir erstmals mit unserem tollen Jugendauto und zwei weiteren voll beladenen Fahrzeugen des ASB in Richtung Herbstein, dem diesjährigen Veranstaltungsort, um dort mit jeweils zwei Schüler- und Jugendgruppen an den Start zu gehen.

Dort angekommen verfrachteten wie das gesamte Gepäck in die Holzhütten, in denen wir dieses Jahr schliefen, und, abgesehen von einer kurzen Essenspause, machten wir uns umgehend daran, unserem Stück, das wir für den Kulturteil eingeübt hatten, den letzten Schliff zu verleihen. Der ein oder andere Satz wurde noch mal geändert, die Musik ein wenig lauter gestellt und nach einigem hin und her war auch die Frage, wo nun das Ritter-XÜ die Prinzenrolle einstecken sollte, geklärt.

Zufrieden gesellten wir uns also zu den Anderen und ließen die Herzlich-Willkommen-beim-diesjährigen-LJW-Zeremonie über uns ergehen. Anders als bisher wurden aber nicht nur die üblichen Hausregeln der Herberge, sondern auch einige Neuerungen der LJW-Vorschriften verkündet. So musste sich beispielsweise nun auch der Letzte damit abfinden, dass die schriftlichen Tests nun nicht mehr in Gruppen, sondern allein geschrieben werden mussten und wir erfuhren, dass auch die Stadtralley nicht so verlaufen sollte, wie gewohnt, sondern dass die Erste-Hilfe-Aufgaben und die Geschicklichkeitstest nicht mehr auf dem Weg lagen, sondern unabhängig davon zu bewältigen waren.

Dies, so wurde uns gesagt, habe man beschlossen, um die Richtlinien des LJW`s denen des BJW`s, also des Bundesjugendwettbewerbs, ähnlicher zu machen. Zwar machte sich ein wenig skeptisches Gemurmel unter den Zuhörern breit, jedoch schmälerte dies keineswegs die Vorfreude auf den kommenden Tag und die damit einhergehenden Herausforderungen, die es zu bestehen galt.

Auch wurde uns verkündet, dass aufgrund der Tatsache, dass der Zeitplan wie immer ein wenig nach hinten gerutscht war, der für den Freitagabend angesetzte Kulturteil auf den nächsten Abend verschoben werden sollte, was uns alle erleichterte, da uns so die Möglichkeit geboten wurde, unser „Dornröschen“ ein weiteres Mal zu üben.

Gesagt, getan. Also, alle man  wieder in die Kostüme, das zu lange Kleid noch mal zurechtgezupft und alles wieder von vorne.

So ging das einige Male, bis alle zu dem Schluss gekommen waren, dass es nun doch reichte und sich die Gruppe nach und nach in kleine Grüppchen aufteilte. Jeder tat das, wozu er gerade Lust hatte, ob das nun Tratschen mit den anderen Ortsgruppen, in seiner Hütte sitzen und Blödsinn machen oder aber auch einfach nur schlafen war.

Früher oder später rief der Schlafsack dann auch den Letzten so laut, dass auch dieser sich dann zufrieden zu den anderen in die Hütte gesellte.

Hart und wie immer umbarmherzig kam der Morgen und eine Menge kleiner müde aussehende Gesichter kamen von den Isomatten gepurzelt. Katzenwäsche, schnell den Rucksack für den Tag gepackt und los ging`s zum Frühstück.

Ein kurzer Blick auf die aushängenden Zeitpläne verriet, dass die Jugendgruppen zuerst die Tests zu schreiben hatten, während die Schüler die Erste-Hilfe- und Geschicklichkeitstests zu bestehen hatten. Später wurde gewechselt und am Nachmittag stand für alle dann die Stadtralley auf dem Plan.

Also, los geht’s.

„In welcher Straße befindet sich das Landesjugendbüro?“…Das weiß ich, das weiß ich….“Wie schwer muss ein Fußball sein?“…WAS?! Woher soll ich DAS denn wissen?!

Nachdem dann auch unsere Beine ihren Teil geleistet hatten und wir endlich hundemüde von der Rallye heimkehrten, war wohl Mehmet, der aufgrund einer Knieverletzung im Rollstuhl mitgeschoben wurde, der Einzige der sich noch voller Elan auf den Weg den Hügel hoch machte, um zu den Hütten zu gelangen.

Aber nach einer kurzen Verschnaufpause und einem Abendessen, bei dem wir uns alle kräftig den Bauch voll schlugen, war dann auch der alte Kampfgeist der Offenbacher wieder geweckt und wir bereiteten uns auf den Kulturabend vor.

Als die kleine Fee Mehmet mit seinen Krücken auf die Bühne gehumpelt kam um dem Dornröschen Gesundheit zu wünschen, schallte der Raum vor Gelächter nur so und auch der Rest des Stückes verlief wie geplant. Dies sah wohl auch die Jury so, die uns am Ende den zweiten Platz nach den Krotzenburgern verlieh, die ein Puppenspiel aufgeführt hatten.

Mit einem nun doch recht mulmigen Gefühl in der Magengegend, die zweifelsohne mit der kommenden Siegerehrung zusammenhing, machten wir es uns in unseren Schlafsäcken bequem und schliefen, bis uns wiederum wenige Stunden später die Sonne zum letzten Tag in Herbstein weckte.

Angespannt war die Stimmung nun allemal in den Hütten der Offenbacher und nicht wenigen war der Hunger beim Frühstück, trotz leckerer Marmelade und Kaffe, vergangen. Jeder fieberte auf die Bekanntgabe der Gruppe hin, die den ersten Platz belegt hatte und somit Hessen auf dem Bundesjugendwettbewerb vertreten sollte.

Als endlich alle versammelt waren begann Gaby damit, die Platzierungen bekannt zu geben.

Die Freude war groß, als wir hörten, dass die Schülergruppe II den dritten und die Schülergruppe I sogar den ersten Platz belegt hatten. Somit stand fest, dass die ASJ Offenbach endlich, nach so harter Arbeit, auf den BJW fahren durfte.

Doch damit war es noch lange nicht vorbei, denn nun waren die Jugendgruppen an der Reihe. Viele Ortsgruppen wurden aufgerufen, bis schließlich die Jugendgruppe II auf dem vierten Platz an der Reihe war. Der dritte Platz wurde bekannt gegeben…und dann der zweite Patz belegt voooon…Habichtswald! Alle waren aus dem Häuschen, denn das bedeutete, dass die Jugendgruppe I aus Offenbach ebenfalls den ersten Platz erreicht hatte, und nun die Schüler- und die Jugendgruppe, die stellvertretend für Hessen starten werden, aus Offenbach kommen.

Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, wurden nun die Einzelbewertungen bekannt gegeben. Bei den Schülern belegte den dritten Platz Saskia Heublein aus Offenbach, den Zweiten Annalena Müller aus Offenbach und den ersten Platz belegte Melanie Schmieder, ebenfalls aus Offenbach. Bei den Jugendgruppen erreichte den dritten Platz Michaela Stöckel aus Offenbach und den Ersten Anja Nägele. Tja und woher kommt sie wohl?!

Aus OFFENBACH!!!

Nach der Siegerehrung waren alle überglücklich und so ist es nicht verwunderlich, dass auf der Heimreise die Stimmung in den Autos überwältigend war.

Auch dieses Jahr haben wir super Plätze belegt und das haben wir, wie immer, Anja und Jochen zu verdanken! Wir sind eine geniale Gruppe und nächstes Jahr beim BJW werden wir wieder allen zeigen, wie viel wir gelernt haben und was wir können!!!Danke!

(c) by Nathalie Roskaritz