Interaktionstraining am 10.04.2010

Der BJW, auf den wir schon so lange gewartet hatten, stand nun vor der Tür, und da nicht nur allgemein Wissen und Fähigkeiten in der Ersten Hilfe, sondern auch ein guter Gruppenzusammenhalt notwendig sein wird, führte uns unser Weg am 10.04.2010 auf den Bieberer Berg und in den sich dort befindlichen Fun-Forest. Der Übungstag sollte also nicht einmal mehr sein Augenmerk auf Fallbeispiele und Erste-Hilfe, sondern auf unsere Teamfähigkeit legen, weshalb wir ein Seminar zur Förderung der Gruppendynamik besuchten.Wie erwartet fanden wir weder Stühle noch Whiteboards vor, wie wir es von gewöhnlichen Seminaren gewohnt waren, sondern sahen uns einer Menge schwieriger Parcours in den Wipfeln der Bäume gegenüber. Zur Beruhigung Einiger starteten wir nicht in 10 Metern Höhe, sondern auf dem uns vertrauten Boden, was, wie wir noch merken sollten, die Sache nicht unbedingt einfacher machte.

Unsere erste Aufgabe bestand darin, einen Stock, der von allen mit zwei Fingern waagrecht in der Luft gehalten werden sollte, langsam auf den Boden zu legen. Das allein wäre ja nicht das Problem gewesen, allerdings mussten wir von Vorne beginnen, sobald jemand den Stock losgelassen hatte, was dazu führte, dass der Stock erst einmal nach oben wanderte, ohne dass ein Übeltäter hätte ausgemacht werden können. Nach einigen Anläufen und viel Gerede hatten wir es dann aber doch geschafft und wir konnten uns den anderen Aufgaben widmen. Da hieß es in Gruppen über ein Springseil hüpfen, in Zweierteams eine ca.10 m hohe Leiter, bei der die Sprossen mehr als 1,5 m auseinander lagen, zu erklimmen, doch die meisten Probleme beschar uns eine gewöhnliche Wippe. Aufgabe war es, die Wippe so lange wie möglich in der Waagrechten zu halten. Kein Problem, dachten wir uns, doch nach und nach gingen uns die Ideen aus ohne dass die Wippe auch nur kurz die gewünschte Position eingenommen hätte. Nach sage und schreibe einer halben Stunde und unter Berücksichtigung einiger Tipps unseres Seminarleiters schafften wir es dann doch, die Wippe für ganze sechs Minuten in der Schwebe zu halten. Unseren nächsten Gegner sahen wir in einem Seil, das in einem Metern Höhe gespannt war. Wir alle mussten auf die andere Seite, ohne das Seil zu berühren, was uns auch recht schnell gelang, da wir eine gute Mischung aus großen, kräftigen und kleinen, leichten Mitgliedern waren.

Nachdem wir drei Stunden über mögliche Lösungswege diskutiert hatten, hatten wir uns das Mittagessen redlich verdient und nach einer kurzen Pause widmeten wir uns nun den eigentlichen Parcours. Nach wiederum drei Stunden, in denen viele ihre Höhenangst erfolgreich überwunden hatten, waren wir dann doch alle außer Puste und froh über das Eis, das wir uns wirklich verdient hatten. An diesem Tag hatten wir gesehen, dass auch scheinbar einfache Aufgaben wirklich problematisch sein können und dass Gruppenarbeit nicht ohne die Mithilfe jedes Einzelnen funktionieren kann. Wir alle hoffen, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben und sind uns sicher, dass wir auf den BJW gut vorbereitet sind.

(c) Nathalie Roskaritz

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