Kanufreizeit vom 02.06.2010 - 06.06.2010

Vom 02.06. – 06.06.2010 war es wieder soweit. Die Kanutour stand auf dem Programm. Pünktlich um 16:30 Uhr trafen wir uns mit Sack und Pack am Jugendraum um dann nach Gräveneck aufzubrechen. Dort sollte noch am Abend unsere kleine Zeltstadt aufgebaut werden. Nachdem wir dann losfuhren, standen wir erst mal ein wenig im Stau und die Laune von uns wurde schlagartig schlechter. Als wir dann gegen 19 Uhr auf dem Campingplatz ankamen, machten wir uns daran, die Zelte aufzubauen, damit wir für die Nacht ein Dach über dem Kopf hatten. Das Küchenteam, das schon gegen 15:30 Uhr aufgebrochen war, hatte bereits ihr Zelt stehen, und kochte schon unser Abendessen. Nachdem dann gegen 20:30 Uhr alle Zelte aufgebaut und fertig eingerichtet waren, ließen wir uns die Nudeln schmecken.

Der Donnerstag, übrigens ein sehr schöner sonniger Tag, begann für alle um 5 Uhr J Die Sonne war bereits aufgegangen und die Vögel ließen uns nicht mehr weiterschlafen. Wir verbrachten alle noch ein wenig Zeit im Schlafsack bis wir uns dann alle zu unserem ersten gemeinsamen Frühstück trafen. Jochen und Anja verkündeten dabei dann noch das Programm für den restlichen Tag. Die Hüpfburg, die Trampoline und die restlichen Spiele der „Spielekiste“ sollten ausgepackt und aufgebaut werden. Außerdem stand für den Nachmittag noch ein Besuch einer Höhle auf der anderen Lahnseite an.

Am Nachmittag besuchten wir also diese und nach einem kurzen Fußmarsch vom Parkplatz kamen wir am Höhleneingang an. Unser „Guide“ erklärte uns, das wir jetzt noch mal 1,8 km gerade in die Höhle gehen. Außerdem erklärte er uns, dass wir zu einigen wenigen Personen gehören, die diese Höhle besichtigen. Denn dies ist keine Besucherhöhle, sondern wird ausschließlich nur zur Fledermauswohnung genutzt. Früher wurde in dieser Erz abgebaut und mit einer Seilbahn über die Lahn, um dann mit dem Schiff weiter transportiert zu werden. Nach dieser schönen Besichtigung, freuten wir uns alle, das Tageslicht wieder zu sehen, denn in der Höhle herrschte eine Temperatur von 8° C. Den restlichen Tag verbrachten alle damit, sich zu sonnen, oder die mitgebrachten Spiele zu nutzen, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit die Freizeit auf einer Hüpfburg zu verbringen. Auf jedenfall fielen wir abends alle Hundemüde ins Bett.

 Der Freitag startete für alle ein wenig später. Entweder waren die Vögel leiser oder wir nur müder. Um 6:30 Uhr wurden alle geweckt, denn heute sollte um 7 Uhr die Jugendleitung in einer außerordentlichen Jugendhauptversammlung gewählt werden. Sebastian und Christian von der Landesjugend waren extra angereist um die Wahlen mit zu verfolgen. Nach der Versammlung gab es für alle Frühstück und Jochen erklärte den weiteren Tagesablauf. Heute sollte nämlich wieder eine Höhle besucht werden. Wir fuhren nach Breitscheid und teilten uns dort in drei Gruppen auf. Die erste Gruppe besuchte gleich die Höhle, die zweite Gruppe wartete vor der Höhle und die dritte Gruppe besuchte in dieser Zeit schon das Heimat- und Höhlenmuseum. Hier konnten wir uns über die spannende und schwere Arbeit der Höhlenforscher informieren. In der Höhle selbst erfuhren wir von unseren „Guides“, alles über die Entstehung von Höhlen und wie Stalaktiten und Stalagmiten sowie Makkaroni entstehen. Nach diesen atemberaubenden Eindrücken fuhren wir alle zusammen nach Wetzlar und aßen ein Eis. Danach ging es wieder Richtung Zeltplatz und jeder konnte den Tag nach seinen wünschen ausklingen lassen.

 Am Samstag taten wir das, was diesem Wochenende den Namen verlieh, Kanufahren. Nachdem unsere Gäste alle eingetroffen waren und alle mit Sonnencreme und Capi bestückt waren, jeder seinen Rucksack hatte, gingen wir zum direkt am Campingplatz gelegenen Bahnhof um mit dem Zug nach Löhnberg zu fahren. Dort wartete bereits der Kanuverleiher mit den Kanus und Schwimmwesten auf uns. Als alle Boote im Wasser waren, paddelten wir los. Die obligatorischen Wasserschlachten fehlten natürlich nicht und somit wurden eigentlich fast alle nass. Auf den letzten Flusskilometern wurden einige Boote vom Motorboot in dem Jochen und Benni saßen gezogen. Ein Boot kam dabei in den Wellen so zum schaukeln, das es kenterte. Dies war aber auch der einzige Zwischenfall dieser Art. Nachdem wir alle beim Campingplatz angekommen waren, fuhren einige die Boote noch zum Verleiher zurück, was bedeutete, das die Lahnparty noch weiterging. 1,5 Flusskilometer später wurden dann die Boote vom Verleiher aus dem Wasser gehoben. Dann wurden die Personen von Jochen wieder  zurück gefahren. Ein großer Teil blieb bei der ersten Tour zurück, da nicht alle aufs Boot passten. Nach einer Stunde des Wartens und einem Eis später, entschieden sich alle die, 1,5 km zum Campingplatz zurück zu laufen. Leider hatten nicht alle Schuhe dabei und somit wurde der Tanz auf dem heißen Asphalt bald zu einer Qual für die Füße. Anja traf es am schlimmsten. Sie hatte Verbrennungen 2. Grades unter den Füßen und wurde von Rettungsassistent Benny behandelt.

Am Abend machten wir wie jeden Abend ein Lagerfeuer und sangen Lieder und fielen dann müde in unsere Feldbetten. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Rückfahrt. Alle Spielgeräte und Zelte wurden abgebaut und in den Anhängern verstaut. Dann traten wir die Rückfahrt an und kamen alle Gesund und Munter am Jugendraum an.

Fazit: Nächstes Jahr wieder!

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