Kanufreizeit

Vom 01.06. – 05.06.2011 fand die diesjährige Kanutour statt. Pünktlich um 16:30 Uhr machten sich die Fahrzeuge vom Jugendraum aus auf den Weg nach Gräveneck zum dortigen Campingplatz. Dort angekommen wurde sofort die Zelte errichtet, die die nächsten Tage unser zuhause sein sollten. Nachdem unser neues Gruppenzelt (SG50) aufgebaut war, wurde getestet wie viele Personen denn in diesem Zelt schlafen können. Nachdem nicht alle mitgereisten ASJ’ler in dieses Zelt passten, wurden kurzer Hand noch zwei weitere Zelte aufgebaut (SG301). Eines dieser Zelte diente noch zur Unterbringung, das andere wurde unser Essens- und Aufenthaltszelt, falls es schlechtes Wetter geben sollte. Nachdem alle Zelte eingerichtet waren, hatte auch das Küchenteam das Abendessen fertig und somit wurden die Schinkennudeln vernichtet. Nachdem Abendessen wurde noch ein Lagerfeuer errichtet und einige Lieder gesungen, bevor die Kindergruppe, dann die Schüler- und letztlich die Jugendgruppe zum Schlafen geschickt wurden.

Am Donnerstag wurde nachdem gemeinsamen Frühstück die Spielekiste geplündert und die Hüpfburg errichtet. Dann konnten alle den Vormittag selbst gestalten. Um 14 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Kubach in die dortige Kristallhöhle. Nachdem wir die gefühlten 7564 Stufen nach unten gegangen waren, in Wirklichkeit waren es 374 Stufen bis zum Einstieg und dann nochmal weitere ca. 100 Stufen in der Höhle, erfuhren wir, wie die Höhle entdeckt wurde und nahmen beeindruckende Bilder, wie zum Beispiel die der Kristalle und des Perltropfstein,  wieder an die Oberfläche. Nachdem sich alle ein wenig ausgeruht hatten, fuhren wir wieder in Richtung Campingplatz und ließen den Tag mit weiteren Spielen auf der Hüpfburg und einem Lagerfeuer ausklingen, bevor wir alle Müde in die Betten fielen.

Am Freitagmorgen stand nach dem Frühstück wieder die Jugendvollversammlung statt. Leider konnte wieder keine Jugendleitung gewählt werden. Nachdem die Versammlung beendet war, fuhren wir nach Solms in das Besucherbergwerk Grube Fortuna nach Solms. Nachdem alle ihre Sicherheitshelme in Empfang genommen haben, fuhren wir mit dem Förderkorb auf eine Tiefe von 150 m. Als wir unten angekommen waren stiegen wir auf die Grubenbahn und wurden weitere 450 Meter in den Berg gefahren. Nach der kurzen Fahrt konnten wir uns ein Bild über die Arbeit im Erzabbau machen. Unser Höhlenführer führte uns sogar alle Arbeitsgeräte vor, die im Erzabbau benutzt wurden. Er wies uns freundlich daraufhin, dass wir uns die Ohren zuhalten sollen, da es bei der Inbetriebnahme der Geräte sehr laut wurde. Nach der Besichtigung fuhren wir mit dem Förderkorb wieder an die Oberfläche wo bereits die andere Gruppe auf uns wartete. Gegenüber der Grube Fortuna ist das Feld- und Grubenbahnmuseum. Dieses besuchten wir ebenfalls und konnten Loks aus den Anfängen der Eisbahnzeit sehen. Zum Abschluss des Besuches dort fuhren wir mit einer Eisenbahn durch ein kleines Gebiet nahe des Museum und konnten uns davon überzeugen, dass die alte Lok heute noch ihren Dienst tut. Nach dieser Fahrt fuhren wir weiter zum Schloß Braunfels. Bei der dortigen Führung gaben wurden wir ebenfalls in zwei Gruppen geteilt. Die Kinder bekamen eine Kindgerechte Führung durch das immer noch bewohnte Schloß, während die Erwachsenen eine Führung durch die Säle unternahm und Rüstungen, Schwerter, Schmuck und Bilder sahen. Nachdem sich beide Gruppen wieder vereint haben, fuhren wir zurück zum Campingplatz und ließen den Tag bei einem leckeren Abendessen und Lagerfeuer ausklingen.

Am Samstag war Kanufahren angesagt. Wir stiegen direkt am Campingplatz in die Boote und fuhren bis Villmar. Nach der Hälfte der Strecke machten wir am Ufer der Lahn ein Picknick, welches jeder am Morgen mitgeschmiert hatte. Da es sehr warm war, konnten alle ein Bad in der sehr flachen Lahn machen. Nach dieser Pause ging es weiter und wir kamen gegen halb vier in Villmar an. Nachdem die Boote aus dem Wasser geholt waren durfte sich jeder zwei Kugeln Eis aussuchen. Nachdem alle ihr Eis gegessen hatten, liefen wir zum Bahnhof um mit dem Zug zurück zum Campingplatz zu fahren. Dort angekommen, zeigte sich der Himmel von seiner nicht so schönen Seite und überraschte uns mit einem kleinen Unwetter samt Gewitter. So machte es sich bezahlt, dass wir die Zelte sturmsicher gemacht hatten. Da sich das Unwetter den ganzen Abend über hinzog, verbrachten ihn alle in den Zelten und spielten oder gingen früh schlafen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Abreise, denn nachdem es die Nacht über immer wieder vereinzelt Gewitter gab, war der morgen umso schöner. Wir konnten im freien unter strahlendem Sonnenschein frühstücken. Nachdem alle ihre Taschen gepackt hatten,  wurden die mittlerweile getrockneten Zelte verpackt und nachdem auch die Spielekiste wieder eingeräumt war, hieß es Abschied nehmen.

Tschüß, bis nächstes Jahr!!!!

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