Bundeswettbewerb des Jugendrotkreuz 07. - 09.09.2012 in Berlin

Es wuselt und wimmelt in der Hauptstadt am Welttag der Ersten Hilfe. Dort fand am 8. September der 36. Bundeswettbewerb des Jugendrotkreuzes (JRK) statt. 260 Jugendrotkreuzler im Alter von 13 bis 16 Jahren kommen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin. Auf ihrem Parcours über acht Stationen quer durch Berlin stellen die JRK-Gruppen ihr Können in Erster Hilfe und anderen Bereichen der Rotkreuzarbeit unter Beweis. Eingeladen war auch die Arbeiter-Samariter-Jugend aus Offenbach als Gastmannschaft.

 

Los ging es für die 6 ASJ’ler mit ihren 4 Betreuern am 07.09. um 12 Uhr in zwei Verbandsfahrzeugen nach Berlin. Nach ca. 7 Stunden Fahrt kamen sie ans Ziel. Unterkunft war die Gottfried-Keller-Oberschule in Berlin-Charlottenburg. Nach der erfolgreichen Anmeldung und Einrichtung des Klassenraumes, der für die Nacht als Unterkunft diente, ging es los zur Eröffnungsveranstaltung. Der diesjährige Wettbewerb steht ganz im Zeichen der jüngsten Jugendrotkreuz-Kampagne „Klimahelfer – Änder was, bevor’s das Klima tut!“.Die Kampagne befasst sich mit den humanitären Konsequenzen des Klimawandels und den Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen weltweit. So wurde uns ein Schauspiel gezeigt, indem es um den Bau einer „Wettermaschine“ ging. Unsere Aufgabe über den gesamten Wettbewerb hinweg war es, anhand von Indizien auf Fotos den verrückten Professor zu schnappen.

 

Am nächsten Tag dann bekam jede startende Gruppe einen „Scout“ zugeteilt, der uns über den ganzen Weg quer durch Berlin begleitete. Mit U- und S-Bahn ging es dann von Station zu Station. Auch eine Sight-Seeing Wegstrecke durch das Regierungsviertel vorbei am Brandenburger Tor zum Hauptbahnhof war Teil des Wettbewerbes. Unser Scout erklärte und zeigte uns wo er nur konnte die Geschichte von Ost und West und der Hauptstadt selbst. So kam auch der geschichtlich kulturelle Teil definitiv nicht zu kurz. Uns erwarteten den ganzen Tag über Aufgaben aus fünf verschiedenen Bereichen. Es galt ein kleines Theaterstück vorzubereiten, indem es um Umweltschutz ging, dies zählte zum musisch-kulturellen Teil. Im S-Bahnhof Potsdamer Platz zeigte sich an sechs nachgestellten Notfall-Situationen, wie gut und schnell Erste Hilfe geleistet werden kann. Im Sozialbereich brauchte ein Mann auf dem Alexanderplatz Hilfe, da er sich verlaufen hatte. Er irrte mit einer Stadtkarte im Kreis herum und die jungen Helfer sollten ihn ansprechen und fragen, ob er Hilfe benötigt. Im Rotkreuzbereich wurden Fragen über die aktuelle Kampagne gestellt, die zu beantworten waren und zu guter letzt mussten im Sport-Spiel-Bereich so viele Wäscheklammern wie möglich den anderen Teilnehmern abgenommen werden, ohne seine eigenen zu verlieren.

 

Nach diesem spannenden und aufregenden Tag mit vielen neuen Eindrücken, sowohl von Berlin als auch vom JRK-Bundeswettbewerb ging es abends zu Siegerehrung. Eröffnet wurde diese mit der „Wettermaschine“ und wir mussten alle gemeinsam den verrückten Professor identifizieren mit den gesammelten Indizien der Wegstrecke. Nachdem uns die Überwältigung des Professors und die Zerstörung der Maschine gelang, wurden die begehrten Plätze verteilt. Von insgesamt 20 startenden Gruppen konnten sich die ASJ’ler über einen 11. Platz im Rotkreuz-Wettbewerb freuen. Aber dessen nicht genug holten sich die 6 Jungsamariter in der Kategorie Erste-Hilfe den 3. Platz und im Bereich Soziales sogar den 2. Platz.

 

Nach diesem erfolgreichen Wettbewerb in einer fremden, jedoch sehr freundlichen anderen Hilfsorganisation fuhren die erschöpften Teilnehmer am 09.09.2012 wieder Richtung Offenbach.

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