Protokoll zum Seminar vom 18.03.2005-20.03.2005

von Anja Nägele (ASJ-Offenbach)

 

„Endlich mal wieder weg von daheim!“ – So entschlossen sich einige unserer Jugendlichen am 18.03.2005 mit auf das Selbstverteidigungsseminar nach Gersfeld zu fahren. Um 16 Uhr waren alle vor dem ASB Offenbach versammelt. Jetzt hieß es nur noch kontrollieren, ob alle da sind, Koffer und Taschen in den Autos verstauen, aufsitzen und ab ins Wochenende. Alle gespannt auf das Seminar, fuhren wir mit 2 Autos los. Doch schon nach kurzer Zeit kamen wir vorübergehend in einen Stau. Das war natürlich nicht so prickelnd, also munterten wir uns mit ein bisschen Musik auf. 30 Kilometer vor Gersfeld machten wir eine kleine Pause, denn nach mittlerweile 2 Stunden Fahrt will sich schließlich jeder mal die Beine vertreten. Sehr rasch ging es dann weiter und wir waren nach 2 1/2 Stunden nun endlich in Gersfeld an unserer Jugendherberge angekommen.

Zuerst schauten wir uns alle erstmal ein bisschen um, die Zimmer wurden verteilt und schließlich, alle hungrig wie sie waren, gab es Abendessen. Aber nicht nur wir saßen am Tisch sondern auch Jugendliche aus dem Ortsverband Habichtswald waren da.

Nach dem Abendessen ging es erstmal daran, die Zimmer einzuräumen und die Betten zu beziehen. Danach trafen wir uns alle im Seminarraum der Jugendherberge mit unseren Trainern Diddi und Dirk. Sie erklärten und erstmal ein wenig über Selbstverteidigung und den Ablauf der nächsten Tage. Schließlich kamen wir dazu, uns Regeln für den Ablauf des Seminars aufzustellen und schrieben einige Punkte wie Fairness, ausreden lassen, nicht auslachen usw. auf ein großes Blatt Papier. Diese Regeln musste jeder unterschreiben und erklärte sich damit bereit, wenn er gegen die Regeln verstößt 5 Liegestützen zu machen. Wir spielten noch ein Kennenlern-Spiel, wo jeder seinen Vornamen mit einem Nachnamen verbinden sollte, der irgendwas mit Essen zu tun hatte wie zum Beispiel Diddi Dattel, Anja Apfel oder Natascha Nutella. Danach machten wir für heute erst mal Schluss und alle hatten Freizeit. Ein Großteil unserer Mädels vertrieben sich den Abend mit den Jungs von Habichtswald und die anderen setzten sich zusammen und unterhielten sich noch ein wenig. Schließlich war es Zeit ins Bett zu gehen.

Am nächsten morgen gab es erstmal um 8 Uhr Frühstück. Einige Leute aus Offenbach trafen noch ein, da sie am Vortag noch keine Zeit hatten. Danach gingen wir alle hoch zur Turnhalle und wollten eigentlich anfangen mit unserer Selbstverteidigung, doch nach 5 Minuten Fußmarsch angekommen, bemerkten wir, dass wir gar keine Turnhalle hatten, denn alle waren abgeschlossen und niemand war zu erreichen. Doch dann nach 30 Minuten schloss uns der Hausmeister die Türen auf.

Zuerst trugen wir die ganzen Matten, die Diddi für uns mitgebracht hatte, in die Halle und legten sie aus. Wir fingen an und machten uns erst einmal warm, indem wir in der Halle wie wild durch die Gegend rannten ohne uns berühren zu dürfen. Nach erfolgreicher Aufwärmung dehnten wir uns erstmal und lockerten uns auf.

Schließlich fing Diddi an uns einige Griffe und Bewegungen zu zeigen, wenn wir festgehalten werden. Wir übten diese Griffe einige Male bis wir sie alle recht gut drauf hatten. Wir spielten noch ein paar Spiele und um 12.30 Uhr gingen wir alle recht erschöpft zurück zur Jugendherberge. Dort gab es erstmal Mittagessen. Nach einer halben Stunde Pause wollten wir mit unserem Training weitermachen, doch einige waren total erschöpft. Durch unsere Überredungskunst gingen wir schließlich alle zusammen wieder zur Turnhalle. Und siehe da, schon nach 10 Minuten waren doch wieder alle begeistert vom Training. Wir lernten noch viele Techniken kennen und durften uns mal so richtig Abreagieren. Dabei hatten wir alle viel Spaß!

Abends um 18 Uhr machten wir Schluss für heute und gingen alle zusammen zurück zu Herberge. Erstmal gab es Abendessen. Danach gingen alle erstmal duschen und sich frisch machen. Am späteren Abend machten wir noch eine kleine Tour durch Gersfeld, um uns auch mal die Örtlichkeiten anzuschauen. Der Tag war sehr anstrengend und actionreich, doch es hatte allen Spaß gemacht und wir fielen alle mehr oder weniger müde in unsere Betten.

Sonntagmorgen, der letzte Tag von unserem Seminar. Wieder trafen wir uns um 8 Uhr zum Frühstück. Heute wollten wir noch mal hoch zur Turnhalle. Dort angekommen wiederholten wir erstmal die Tricks von gestern und schauten, wer was noch konnte bzw. es sich gemerkt hatte. Schon nach kurzer Zeit ging es wieder zur Herberge zurück zum Mittagessen.

Leider war das Wochenende schon vorbei und nun hieß es Koffer und Taschen packen, Betten abziehen, Zimmer aufräumen, Autos beladen und wieder zurück nach Hausen fahren.

Es war für alle von uns ein schönes und auch lehrreiches Wochenende und keiner wollte so recht wieder nach Hause, aber wie sagt man so schön? – „ Alles hat ein Ende.“