Benni, Jochen und Anja allein in Köln 

 

Am 17.04.2006 war unser Abreisetag. Wir entschieden uns an einem Grundlagenseminar in Köln teilzunehmen. Darin sollte es um die Leitung von Jugendgruppen, Aufbau von Jugendgruppen und rechtliche Grundlagen gehen. Wir waren sehr gespannt, wie es werden sollte.

 

Wir trafen uns um 12 Uhr auf der Wache und luden das Auto voll. Das Seminar sollte erst um 18 Uhr mit einem Abendessen losgehen. Wir entschieden uns schon früher loszufahren um vorher noch mal nach Köln gehen zu können. Vorher sollte es noch mal schnell zu Andreas gehen, um noch ein paar Dinge zu klären. Als wir dies auch erledigt hatten, ging es los Richtung Köln.

Wir fuhren auf der Autobahn, als wir auf einmal bemerkten, dass sich unsere Bäuche meldeten, wir hatten Hunger. Kurzum suchten wir einen Rasthof um uns zu stärken. Und wo sind wir dann wohl gelandet? Beim McDonalds. Schnell rein essen holen – von wegen die Bedienung war ziemlich langsam und wir standen fast eine halbe Stunde drin. Klar, Benni musste natürlich wieder den halben McDonalds leer kaufen, aber was soll’s, der Weg war ja noch weit.

 

Als wir dann nun endlich in Köln ankamen, hatten wir gleich das nächste Problem. Als wir an der Kölnarena vorbeifuhren war Stau. Warum ist hier Stau? – Jaa warum bloß, halb Köln war gesperrt, wegen einem Radrennen! Und somit war auch unsere Route, die wir geplant hatten hinfällig. Wir mussten uns was überlegen. Wir suchten eine Stadtkarte und bemerkten, dass die Karte unbrauchbar war. Doch da sahen wir einen RTW vom ASB Köln. Wir hielten an um zu fragen, wie wir denn zum Bundesverband kommen. Leider konnte er uns nur mitteilen, dass das durch das Radrennen schwierig werden könnte, wenn wir uns nicht auskennen. Er konnte uns nur ungefähr sagen, wie wir fahren müssen. Doch dann war es geschehen, wir hatten uns verfahren!

Was nun? Benni und ich nutzen die Zeit um ein paar Fotos von Köln zu machen unter anderem auch von sinnlosen DingenJ.

Endlich, doch leider viel zu spät um noch mal nach Köln zu gehen, kamen wir beim Bundesverband an. Wir gingen rein und holten unsere Zimmerschlüssel und erstmal auf die Zimmer, schließlich wollten wir ja wissen wo wir schlafen.

Man das Gebäude war gut anzusehen von innen. Schöne Aufmachung und gut gepflegt. Als wir dann mit unseren Zimmern fertig waren schauten wir uns im Haus ein wenig um. Unten im Keller fanden wir einen „Fitnessraum“ mit einer Tischtennisplatte und ein paar anderen Sachen. Weiter fanden wir dort unten noch eine „Kellerbar“.

 

Es wurde 18 Uhr und wir gingen rüber zum essen. Einige andere waren zu dem Seminar erschienen, aber niemanden, den wir kannten. Nach dem Abendessen gingen wir in unseren Seminarraum und spielten erstmal ein Kennenlernspiel. War sehr lustig, Jochen war ein Jaguar, Benni ein Bär und ich ein Affe. Wir bekamen ein paar Informationen und redeten noch ein wenig, danach gingen wir alle in die Kellerbar und es wurde sich erstmal kennen gelernt.

 

Am nächsten Tag, der 18.04.2006 war dann schon mit vollem Programm ausgestattet. Was uns ziemlich amüsierte, war, dass unser Referent sich seine Unterlagen mit der Post schicken ließ, damit er im Zug nicht so viel mitnehmen muss, aber das Paket war nicht da. So musste er improvisieren, aber das machte nichts. Wir fingen mit theoretischem Stoff an und dann folgte eine Gruppenarbeit. In der sollte es darum gehen, wie wir uns einen „idealen“ Gruppenleiter vorstellen. Das sollten wir mit Hilfe einer Plakatwand darstellen. Es war auch eine gute Kennenlernphase. Wir alle fanden recht schnell zusammen und schon am zweiten Tag verstanden wir uns alle. Abends dann nach dem Abendessen entschieden sich einige mal raus zu gehen und sich ein wenig Köln anzuschauen oder einfach mal was trinken zu gehen. Wir nutzen die Chance um uns noch mal in Köln zu verfahrenJ. Wir wollten zum Dom. Unterwegs sahen wir etwas, was uns sehr verwunderte, wir haben tatsächlich die alten grünen Notrufsäulen der Polizei gesehen. Wir dachten die sollte es nicht mehr geben, doch da stand eine. Schließlich, nach unserer Verwunderung, fanden wir auch den Dom.

Man war der riesig! Leider kamen wir nicht mehr rein, aber was soll’s. Wir liefen drum herum und machten mal wieder ein paar Fotos.

Als wir dann wieder zurückgefunden haben (ob verfahren oder nicht wir kommen überall hin) waren wir ziemlich müde und gingen ins Bett.

 

Der dritte Tag unseres Seminars war sehr lustig. Wir hatten ziemlich viele Gruppenarbeiten, die uns alle viel Spaß gemacht haben. In der ersten ging es darum einen Plan mit einem Highlight für die nächsten 8 Wochen zu erstellen. Wir hatten alle viel Spaß und viele Ideen, die auch gut umgesetzt wurden. Die andere Gruppenarbeit war sehr lustig. Wir hatten die Aufgabe mit begrenztem Material (einem großen Bogen Papier, ein paar Pappstreifen, ein rundes Stück Papier,  eine Flasche Uhu-Kleber und eine Schere) eine „Halterung“ zu bauen in der wir ein rohes Ei unterbringen mussten, welches dann aus dem 2. Stock geschmissen wird und nicht kaputt gehen darf. War ziemlich kniffelig und unsere zwei Referenten hatten einen anderen Hintergrund, warum sie uns diese Aufgabe gaben. Für sie war es wichtig zu sehen, wie wir uns und andere in die Gruppenarbeit einbringen, ob alle Vorschläge berücksichtigt werden, ob wir gut zusammenarbeiten.

Jedenfalls gingen von 3 Gruppen zwei Konstruktionen nicht kaputt. Jochens Gruppe bastelte einen Kasten, der sich als unvorteilhaft erwies. Meine Gruppe baute einen Trichter mit Federung, der hat gehalten und Bennis Gruppe baute ein Fallschirm, auch der hielt das Ei ganz.

 

Am vierten Tag, der 20.04.2006 bekamen zwei die Aufgabe mit jeweils einem Schuh von jeder Person ein „Verhältnis“ gegenüber den anderen Personen aufzustellen. War auch sehr interessant um zu sehen wie sich so alles entwickelte. Heute machten wir viel Theorie, was auch sehr anstrengend war. Nachmittags aber dann gingen wir alle gemeinsam nach Köln. Wir fuhren gemeinschaftlich mit der Straßenbahn. Zuerst schauten wir uns alle ein riesiges Geschäft für Freizeitaktivitäten an. Es hieß Globetrotter. Darin waren die lustigsten Sachen von einer Kältekammer mit -20°C, wo man seine Winterkleidung testen konnte über eine Klettewand bis hin zu einem Becken voll mit Wasser, indem man Kanus, Tauchanzüge, Flossen und Taucherbrillen testen konnte.

Von dort ging es dann weiter zum Dom, denn einige wollten mal hoch und sich den Blick gönnen. Hier trennten sich die Wege unserer Gruppe, einige gingen Cafe trinken, andere gingen shoppen und wir wollten den Dom besteigen. Voller Elan betraten wir den Dom. Wir wollten nach oben, wir wollten hoch hinaus. Die Treppen waren sehr eng und Gegenverkehr hatten wir auch. Nach ein paar Minuten wurde es verdammt anstrengend. Vor uns war andauernd Stau und wir mussten stehen bleiben. Im Turm war es sehr stickig, aber das war es uns wert.

Als wir endlich oben ankamen war die Aussicht atemberaubend. Wir konnten über Köln schauen – Wahnsinn. Wir sagen den Rhein mit seinen Brücken, kleinere Kirchen und die Menschen unten auf dem Domplatz sahen aus wie Ameisen, die unten total durcheinander liefen, die Autos sahen aus wie kleine Spielzeugautos. Der abstieg war etwas einfacher, wir schauten uns noch die Domglocken an.

Unten angekommen, gingen wir noch in ein Eiscafe und saßen gemütlich dort, bis wir uns alle um 18 Uhr wieder zur Rückfahrt zum Bundesverband trafen. Alle total erledigt aßen wir noch zu Abend und gingen dann ins Bett.

 

Der Vormittag vom fünften Tag war mit einem großen Rollenspiel gefüllt, indem es zusammengefasst darum ging, dass eine Jugendgruppe mit zwei Betreuern in einer Jugendherberge übernachten. Nachts sollen zwei Jugendliche aus dem Fenster geklettert sein und dabei ein Auto der Herbergseltern beschädigt haben.

Es hat viel Spaß gemacht, denn Jochen und ich spielten bei dem Rollenspiel auch mit.

Abends dann entschlossen wir uns zu Grillen. Wir saßen alle zusammen und grillten und redeten und hatten alle viel Spaß.

 

Am vorletzten Tag besprachen wir noch ein wenig Theorie und als Abschluss unterhielten wir uns noch über die vergangene Woche. Es war schon mittags teilweise eine sehr bedrückte Stimmung. Einige wussten, dass sie sich bald verabschieden mussten und nach einer Woche fällt das doch ziemlich schwer.

Wir entschieden uns noch diese Nacht nach Hause zu fahren, denn morgen ist ja Ferienende und wir wollten nicht im Stau stehen. Wir saßen noch bis um 23 Uhr mit den anderen in der Kellerbar als wir uns entschlossen hatten, nun nach Hause zu fahren. Alle kamen mit raus um uns zu verabschieden. Es viel schwer, die letzten Telefonnummern und Email-Adressen wurden ausgetauscht und auch bei ein Paar flossen Tränchen. Die Woche war sehr schön und hat uns viel weitergeholfen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit den anderen Jugend- und Gruppenleitern!!!

 

© by Anja Nägele ASJ-Offenbach

 

.